AIDA COSMA

REISENINA-Trip AIDA COSMA 2024

In den Osterferien 2024 ging es für meine Crew und mich auf das lange, heißersehnte Knutschimund-Schiff AIDA. Wir starteten auf Gran Canaria und haben auf unserer Route Madeira, Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote besucht. Mit dabei waren 2 Seetage.

Ich sage vorweg, dass ich den Vergleich zu MSC Kreuzfahrten habe und bei AIDA nur auf der AIDA Nova bis dato war.

Zum Ablauf: wir sind als Individualreisende gegen 12:00 an Schiff gewesen und wurden direkt vorn Schiff schon freundlich empfangen und unser Koffer mitgenommen. Dafür bekommt man mit den Reiseunterlagen ein bestimmtes Bändchen was man am Koffer montiert und dann sieht man den erst auf der Kabine wieder. 

Danach ging es zur Sicherheitskontrolle, Fotostopp-Möglichkeiten und zum sehr lockeren CheckIn, bei dem die Fotos für die Bordkarten geschossen und digital gespeichert werden. Im Anschluss geht man weiter zu kleinen Ständen mit den Decknummern versehen (in unserem Fall Deck 11). Dort erhält man die Bordkarten und die Kinder bekommen Bändchen, welche den Sammelplatz, der im Notfall ausgesucht werden soll,  aufgedruckt hat. Dann ging es auf’s Schiff.

Die erste Orientierung erfolgte per interaktiver Anzeigetafeln und wir fanden wenig später schon unseren Koffer vor der Tür unserer Kabine. Unsere Kabine war eine Innenkabine- für preisbewusste Reisende, die nicht viel auf der Kabine sind bestimmt super und ausreichend groß, auch für 4 Personen. Das Bad war sogar einen ticken größer als auf der MSC Balkonkabine. Mir persönlich hat die Woche gezeigt, dass ich wieder zumindest ein Fenster benötige um nicht jeglichen Zeitbezug zu verlieren. Ansonsten waren wir gleich neben den Liften, was ich jederzeit wieder machen würde da man schnell von A nach B kommt und ich auch keine störenden Geräusche wahrgenommen habe. Da waren eher die Durchsagen des Kapitäns klar zu hören, obwohl sie nur auf dem Gang gespielt wurden, aber ein wenig leiser hätte es definitiv auch getan. Das obere Bett der Kids ist ein Pullmann-Bett, was eigentlich erst ab 12 Jahren belegt werden soll. Lynni hat dank des Rausfallschutzes super geschlafen.

Auf der Kabine haben wir auch gleich die obligatorische Sicherheitseinweisung per TV gemacht und mussten dann (was ich tatsächlich echt sehr unangenehm fand und von MSC nicht so kenne) mit der Schwimmweste angelegt durch die Restaurants latschen, um meinen überhaupt nicht gut gekennzechneten Sammelpunkt zu finden.  Zum Vergleich steht bei MSC an jeder Ecke/Treppe jemand der zeigt wo man hin muss. Hier mussten wir doch ordentlich suchen und ich war schon gleich zu Anfang dezent genervt.

Aber zuerst das Positive: die Crew ist durchweg freundlich und durch die deutsche Bordsprache wird es einem natürlich auch sehr einfach gemacht – auch die Kids fühlen sich direkt auf Anhieb wohl, da es keine Sprachbarriere gibt.

Das Essen ist sehr lecker, die Sport-/Freizeiteinrichtungen sind top – Sportplatz (sogar an Seetag 2 mit Freestyle-Fussball-Workshop), Hängebrücke, Kletterwand, ein Indoor-Spielplatz und 3 Wasserrutschen sorgen für viel Spaß. Natürlich gibt es auch Mini-Clubs für alle Altersklassen – auch die Teenies kommen auf ihre Kosten. Besonders toll fanden meine Kids den Indoor-Spielplatz, der wirklich klasse zwischen den Wasserrutschen gestaltet ist.

Im Fitnesscenter gibt es alles was das Sportlerherz begehrt – PowerPlates stehen z.B. auch bereit. Der SPA lädt zum Entspannen ein. Auch für die Shopping-Herzen gibt es einige Shops und sogar eine eigene Kunstausstellung mit coolen Bildern.

Im Theatrium (Rundbühne über 3 Decks) finden täglich Shows statt – auch hier sind meine Kids und ich schwer von MSC verwöhnt, wo die Motorräder in einer Kugel gefahren – nope, da kommt so schnell keiner dran! Aber gut waren die Sänger/Tänzer (=AIDAStars) alle durchweg.

Es gibt 2 Außenpools – 1x hinten om Schiff (beheizt, Infinity-Pool mit Glaswand), auf dem oberen Decks und 1x hinten om Schiff (nicht beheizt) und einen Indoor-Pool (beheizt, am größten) im s.g. Beach Club. Für die ganz Kleinen gibt es noch einen Babypool mit Mii-Rutsche udn Wasserspielen. Drum herum findet man mehrere Whirlpools. Die Pools sind schön und natürlich heiß begehrt.

Womit wir dann auch leider zu den größten Kritikpunkten kommen:

Wer denkt auf einer Kanaren-Tour in den Oster-/Herbstferien Ruhe zu finden ist natürlich völlig auf’m falschen Dampfer und ja, ich habe auch damit gerechnet, dass es voll wird – aber so!!!! Bei knapp 2700 Kabinen waren rund 6700 Gäste an Bord – das Schiff ist riesig und bietet mit seinen 17 Restaurants auch durchaus genug Platz, sollte man meinen!

Hier mal eine kleine Übersicht über die verschiedenen Restaurants – und jaaa die Bilder sind alle kurz vor/ nach Schluss entstanden und somit schön leer:

Nicht inklusive
Nicht inklusive
Nicht inklusive
Döner und CurryWurst am laufenden Band und inklusive!
Italienisches Buffetrestaurant
Asiatisches Restaurant inklusive aber abends keine Chance! Morgens haben wir hier immer gefrühstückt – kleiner, aber selbe Auswahl und mein Kaffee kam zum Tisch
Yacht Club (Buffetrestaurant) links mit Möglichkeit draußen zu essen
Fischrestaurant – meeega hübsch!
Burger Restaurant auch inklusive aber immer gerammelt voll
Französisches Restaurant – inklusive
Eisbar sieht toll aus – kostet aber alles extra
Inklusive
Inklusive aber auch immer voll
Weiteres Buffetrestaurant

Es war einfach viel zu voll! Die Essenssituation abends hat mich noch nie so geärgert wie hier – so viele Restaurants, alle voll! Leckeres Essen, nettes Personal auf jeden Fall… aber jeden Abend dieser Stress, du rennst von einem Restaurant ins nächste und hoffst einfach, dass einer seine Serviette hinlegt und aufsteht, dass man lossprinten kann und den Stuhl beinahe unterm Hintern klaut.  Lange Schlangen an den Buffettheken, wiederkehrendes Essen und in den Spezialitätenrestaurants hatte man sowieso no Chance! Echt sau schade und meines Erachtens schlecht organisiert. Morgens hatten wir dann Glück im asiatischen Restaurant, deutlich kleiner, zwar auch eng, aber die Auswahl die selbe wie in den großen Restaurants somit kleinere Schlangen und was ich tatsächlich von MSC auch nur so kenne: Meine Latte Macchiato wurde mir am Tisch serviert!!!

Selbes Bild an den Bars.

Hier stellt sich mir die Frage: Warum stellt AIDA nicht mehr Wasserspender/Kaffeeautomaten auf – auch tagsüber, gerade an Seetagen ein Wasser an der Bar zu bekommen soll gut überlegt sein – geh bloß nicht durstig hin. Mit einfachen Wasserspendern auf den Decks wäre damit Abhilfe geschaffen. Auch bei großen Menschenmassen. PopUp-Theken brachten wenigstens ein wenig Erleichterung.

Auch war es nicht gut ausgeschrieben, was eigentlich an Restaurants alles inklusive ist! Die App ist natürlich eine Erleichterung, aber man findet zb dann nicht in der Beschreibung der Restaurants den Hinweis ob inklusive oder nicht und vor allem auf welchem Deck. Irgendwie alles was arg unübersichtlich. Da habe ich noch auf den wesentlich größeren MSC World Europa deutlich besser und schneller orientieren können.

Weiterer Kritikpunkt: an Seetagen hat man bereits um 9 morgens keine Chance auf eine freie Liege – alles reserviert! Am 2. Seetag habe ich eine AIDA Mitarbeiterin gelobt als sie rigoros die Handtücher von den Liegen entfernt hat. Hier sind sie scheinbar schon dabei härter durchzugreifen

Weiterer Kritikpunkt: AIDA ist auf der Tour eingefallen, die könnten den hinteren Pool testweise zum Adults-Only Pool ab 16 umwandeln – tolle Idee! Sorry aber da fehlt mir jegliches Verständnis! In den Osterferien auf einem Clubschiff wie AIDA findet man doch durchaus mehr Familien mit Kindern – das sollte sich jedem klar sein! – Resultat: alle Kinder im Beachclub (indoor, ultra heiß und voll… bei dem schönen Wetter wollen auch einfach viele nach draußen) oder im Infinity-Pool hinten om Deck. Ohne Lifeguard! Für maximal 21 ausgeschrieben waren hier locker 40 Kids jeden Alters und Schwimmfähigkeiten im Wasser – alle springen rein, springen auf andere Kids, tunken sich,  streiten,  zerren – und die lieben Eltern sitzen an der Bar.  Ich muss echt sagen: grob fahrlässig! Sorry AIDA aber das geht gar nicht! Ich bin Rettungsschwimmerin und Schwimmlehrerin – auf der MSC ist an JEDEM Pool ein Lifeguard, genau weil man die Verantwortung nicht in die Hände der Erwachsenen legen kann – so traurig wie es sich ist. Oder lasst diesen Blödsinn mit dem Adults-Only Bereich in den Schulferien!!! Wat ein riesen Driss!

Da bringen auch ein paar Westen nichts – Lifeguards wären deutlich sinnvoller

Mein Fazit: auf jeden Fall wieder AIDA und ja, ich werde sie auch weiterhin wärmstens empfehlen – gerade für diejenigen, die es einfach mögen und viel Wert auf deutsche Sprache an Bord legen. Auch die Kinderanimation und die Features an Bord sind natürlich toll – sollten nur besser und übersichtlicher organisiert sein.

Die COSMA ist top modern und alle Restaurants auch wirklich mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und stylish! Daumen hoch! Sauber ist es auch überall und ständig sind die Saubermachjungs/Mädels im Einsatz – auch die Kabine ist immer tadellos sauber.

Vielleicht dann doch nur besser ein kleineres AIDA Schiff oder zumindest (sofern es geht) die begehrten Routen in den Ferien meiden.

Für mich darf es bei der nächsten Kreuzfahrt gerne wieder etwas internationaler sein und MultiKulti 🙂

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